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Letzter Tag in Ipswich
Am Freitag war für mich der letzte Tag auf der Arbeit und morgen verlasse ich dann auch Ipswich, um eine Woche Urlaub in Schottland zu machen. Die Sachen sind gepackt, sodass ich jetzt noch etwas Zeit für meinen letzten Blogeintrag aus England habe. Ich werde aber auch weiterhin hier über meine Studienarbeit und alles Weitere berichten, was so anliegt (Photos aus Schottland gibt’s dann auch hier
).
Mein Praktikum bei BT ist im Rückblick sehr erfolgreich verlaufen. Das Programm zur Analyse von sozialen Netzwerken läuft, und nach meiner Präsentation wurde auch schon Interesse bekundet, es einzusetzen. Es freut natürlich immer ungemein, wenn die Arbeit, die man gemacht hat, letztendlich auch irgendwie praktisch genutzt werden kann.
Auch kann ich jedem, der die Chance hat, hier ein Praktikum zu absolvieren, nur raten es zu machen: Die Atmosphäre unter den Kollegen — viele davon auch Studenten oder kurz nach ihrem Abschluss — ist sehr nett: Regelmäßig wird an den Wochenenden etwas gemeinsam unternommen, man trifft sich auf ein Bierchen oder guckt einen Film. Die Arbeit ist wirklich interessant und jedenfalls ich konnte mir nach Gesprächen mit mehreren Betreuern ein Thema für meine Studienarbeit, welches ich bearbeiten möchte, aussuchen. Selbige konnte ich auch schon begleitend zum Praktikum anfangen zu schreiben und es gab auch immer tollen Feedback von Dymitr und Martin, denen ich dafür besonders danken möchte.
Wegen der Sprache braucht sich übrigens keiner Sorgen machen: Auch wenn der Dialekt hier anfangs etwas eigenartig ist, so hört man sich doch schnell rein. Und mit den zwei Wörtern “Cheers” und “Sorry” kommt man in England wunderbar in allen Lebenslagen durch den Alltag.
So, aber jetzt wird’s Zeit für meinen Urlaub und ich freue mich auch schon wieder, in einer Woche zurück in Deutschland zu sein und euch alle wieder zu sehen.
Adastral Park in der c’t
Posted by Hinrich in Uncategorized on August 23rd, 2009
In der aktuellen c’t (Nr. 18, S. 48) bin ich über einen Artikel zu TCP gestolpert: Dort geht es um gerechtere Verteilung von Internetressourcen durch eine Erweiterung namens “re-TCP”. So wurde sie jedenfalls durch Bob Briscoe bezeichnet, einem Chief Researcher bei uns am Adastral Park. Zu tun habe ich mit ihm zwar nichts, da er im “Networks Research Center” arbeitet und ich im “Intelligent Systems Research Center” bin. Lesenswert ist der Artikel aber für jeden der sich dafür interessiert allemal, da re-TCP momentan in der IETF (Internet Engineering Task Force) als möglicher Nachfolger für TCP diskutiert wird.
Für mich bricht jetzt die letzte Woche hier an. Am Dienstag werde ich erst einmal eine Präsentation zu meinem Thema halten. Und den Rest der Zeit meine Studienarbeit weiterschreiben.
Mit dem Fahrrad zur Arbeit
Mittlerweile ist das Wetter hier zwar nicht mehr so gut, aber die ganze letzte Woche hatte die Sonne geschienen. Und da mein bus pass sowieso abgelaufen war, habe ich mich entschlossen, eines unserer beiden “Hausfahrräder” zu benutzen. Die wurden von den Vormietern hier gelassen und dürfen jetzt von allen benutzt werden. Eins davon ist sogar ein recht schickes Rennrad (siehe Bild), mit dem es auch richtig Spaß macht zu fahren. Was man leider vom Fahrradweg nicht behaupten. Der ist zwar als “National Cycle Route 1″ groß ausgeschrieben, was letztendlich an den meisten Stellen aber lediglich bedeutet, dass man sich den (holprigen) Fußweg mit den Fußgängern teilen darf. Vor einigen Bushaltestellen stehen dann auch so tolle Schilder wie “Cyclists Dismount” — naja, dann bin ich halt auf der Straße weitergefahren. Wobei das auch nicht ganz ungefährlich ist, da einige Straßen doch etwas enger sind. Und man sich dann mit den Bussen rumschlagen darf. So ungefähr auf halber Strecke muss man dann auch noch einen Bogen schlagen (siehe Karte), da man nicht über den Golfplatz fahren darf.
Insgesamt haben mich die Radwege von England weniger überzeugt, so dass ich mir wieder einen neuen bus pass gekauft habe. Und damit bin ich sogar schneller da als mit dem Fahrrad — auch wenn der Bus kein atemberaubendes Tempo vorlegt.
Übrigens, es lohnt sich mal wieder ein Blick in mein Fotoalbum, ich habe noch ein paar neue Bilder von Ipswich geschossen.
Die ersten Arbeitstage bei BT
Jetzt habe ich die ersten drei Arbeitstage hinter mir. Da mein Betreuer angefragt hatte, wann ich kommen möchte, und mit der Wohnung alles geklärt war, konnte ich zwei Tage vorher als eigentlich vereinbart anfangen. Mit dem Bus (der “SuperRoute 66″) ging’s zum Adastral Park, dem Gelände, wo unter anderem BT ihr Forschungszentrum hat. Da auf dem Gelände Fotos nicht erlaubt sind kann ich hier nur ein Bild von außerhalb veröffentlichen:
Das ist der BT tower (vor strahlendem Sonnenschein — das englische Wetter macht zum Glück seinem Namen momentan keine Ehre), und direkt darunter, im Erdgeschoss, befindet sich mein Arbeitsplatz. Da ich meinen Account und Passwort voraussichtlich erst morgen bekommen werde, war ich erst mal damit beschäftigt, diverse Abschlussarbeiten, Papers und Articles durchzulesen um einen Überblick über die aktuell laufenden Projekte zu bekommen. Dann haben wir uns mit dem Projektleitern zusammengesetzt und die haben uns erklärt, was sie machen und was wir da machen könnten. Woran wir letztendlich arbeiten werden konnten wir entscheiden.
Allgemein geht es um die intelligente Datenanalyse, hauptsächlich von BT Kundendaten. Ich werde mir dabei speziell einen großen (sehr großen) Batzen von Daten “angucken”, mit dem Ziel, soziale Netzwerke darin automatisch zu erkennen und daraus Schlussfolgerungen für das zukünftige Verhalten ziehen zu können. Das eigentliche Thema ist aber noch nicht fest und alle sind sehr offen für eigene Anregungen und auch bereit, den Fokus zu verschieben, wenn man auf interessante Aspekte stößt.
Mit den Kollegen hier (von denen nicht wenige Deutsche sind) verstehe ich mich super. Viele davon sind auch Studenten und so gehen wir immer gemeinsam zum Mittagessen ins “Hub”, der Kantine auf dem Gelände. Das Angebot ist relativ groß, so dass man die Auswahl zwischen mehreren (traditionell) englischen, indischen, amerikanischen (Burger) und italienischen Essen hat. Es ist nicht gerade das günstigste, aber dafür war vor allem das indische Gericht was ich hatte sehr lecker.
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