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Fahrt zur Arbeit und englische Busse
Um euch einen besseren Eindruck zu vermitteln, habe ich meinen Weg zur Arbeit mal aufgezeichnet. Der Adastral Park liegt dabei ein ganzes Stückchen außerhalb, so dass ich immer eine gute halbe Stunde zur Arbeit fahre:
Die Strecke selber ist zwar keine 12 km lang, aber hier ist an jeder Straßenkreuzung eine Bushaltestelle. Und das macht die Fahrt so langwierig – laufend muss der Bus anhalten, damit ein paar Leute einsteigen können. Dadurch ist man selber zwar nie auf der Suche nach einer Haltestelle, da mindestens zwei immer in Sichtweite sind. Wenn man aber erst mal im Bus sitzt ist das dann doch relativ nervig. Einige Busfahrer lassen die Bustür auch schon mal von einer Haltestelle zur nächsten offen, damit das Ganze etwas schneller geht.
Von einer Sache könnten sich deutsche Busfahrer allerdings mal ‘ne Scheibe abschneiden: Der englischen Höflichkeit. Beim Einsteigen wird man mit einem “Good morning”, einem “Thank you” (beim Vorzeigen des Tickets) oder zumindest mit einem freundlichen Lächeln begrüßt. Beim Aussteigen bedankt sich der Fahrer auch nochmal bei jedem fürs Mitfahren (und der höfliche Engländer bedankt sich beim Busfahrer fürs sichere Fahren).
Der Rückweg von der Arbeit dauert meistens etwas länger, weil ich da oft nicht die “SupeRoute 66B” (manchmal auch SuperRoute 66B geschrieben) erwische, sondern mit der normalen “SupeRoute 66″ fahre und die hält an noch mehr Haltestellen an und macht noch ein paar Extra-Schleifen. Der Zeitplan (siehe Bild) bringt einem da — auch wenn man ihn verstanden hat — nicht viel: Am Nachmittag haben die Busse meistens etwas Verspätung und es scheint so, als ob sie mehr oder weniger zufällig fahren. Allerdings fahren sie in so engen Abständen, dass ich bisher noch nie länger als 15 Minuten warten musste.
Das Warten geschieht übrigens ganz England-typisch in einer geordneten Reihe. Die ist normalerweise deutlich ordentlicher als auf dem Bild, was aber wohl daher kommt, da auf dem Adastral Park viele Ausländer arbeiten… Weil “Gedrängel” in England ein Fremdwort ist, geht das Einsteigen aber zügiger voran als in Deutschland. Und auch wenn jemand beim Bezahlen etwas länger braucht (z.B. ich, als ich noch kein Monatsticket hatte und mich an die Münzen noch gewöhnen musste), würde sich hier nie im Leben jemand aufregen.
p.s.: Ich wünsche euch ein “Happy Easter”! Ich werde die Feiertage für einen kurzen Trip nach London nutzen, darüber werde ich natürlich auch wieder hier berichten.
Update: Strecke der normalen SuperRoute 66 hinzugefügt.
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