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Ipswich Music Day

Letztes Wochenende ging’s zum Ipswich Music Day — eine Art Volksfest mit Livemusik und einem kleinen Rummel im Christchurch Park. Man konnte sich den ganzen Tag lang verschiedene Bands auf sechs Bühnen anhören, wovon einige auch ganz gut geklungen haben. Der Eintritt war kostenlos und (deswegen?) war es auch rammelvoll, sodass man sich seinen Weg mühsam durch den Park bahnen musste. Auf den Bildern ist das allerdings nicht so gut zu erkennen, höchstens auf dem Dritten sieht man, dass es vor einigen Bühnen doch recht voll war (sorry für die schlechte Qualität der Bilder, ich hab’ mal wieder meine Kamera nicht dabei gehabt und musste deswegen mein iPhone bemühen…).

Das Wetter war übrigens super, auch wenn der Wetterbericht heftige Schauer vorhergesagt hat. Einige Touristenstädte haben sich auch schon über den Wetterbericht aufgeregt und ihm vorgeworfen, für den Verlust von über einer Million Pfund an Einnahmen durch Touristen schuld zu sein (an dem Wochenende, wo ich mit meinen Schwestern in Felixstowe war)… Naja, Wetter ist hier immer gerne ein Thema, sowohl bei schlechtem, aber auch bei schönem Wetter.

Ipswich Music Day I Ipswich Music Day II Ipswich Music Day III

Am Nachmittag sind wir dann in einen Pub gegangen, um noch den letzten Satz vom Wimbledon-Finale mitzubekommen. Und was für einer! Mit 16-14 das höchste Ergebnis je bei einem Grand Slam Finale. Das Federer dann letztendlich gewonnen hat — mit nur einem einzigen Break im gesamten Match. Die Sympathien lagen hier eindeutig bei Federer, hauptsächlich weil Roddick den Schotten Murray rausgeworfen hat. Auch wenn sich Schotten und Engländer sonst weniger leiden können, waren sie dann auf einmal wieder “Briten” und für ihren Landsmann.

In dem Pub (McGinty’s) kann man immer sehr schön im schattigen Außenbereich sitzen und alle wichtigen Sportereignisse auf dem Beamer verfolgen. Das heißt hier dann einfach “Big Screen”. Der deutsche Begriff “Public Viewing” wäre im englischen zu makaber — dazu gibt es übrigens auf Nothing for Ungood einen ganz lustig zu lesenden Artikel.

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Cambridge, London, Felixstowe…

Letztes Wochenende gab’s Besuch von meinen Schwestern. Und Besuch ist immer eine tolle Möglichkeit, selber etwas mehr von der Umgebung zu sehen. Selbst in Ipswich habe ich noch ein paar neue Sachen gesehen. So haben wir uns die Christchurch Mansion angeguckt, ein heute öffentlich zugängliches Anwesen. Teile davon sind noch, seit es 1548 gebaut wurde, erhalten, vieles aber wurde später durch einen der vielen Besitzer hinzugefügt, was zu einer interessanten Mischung an Epochen geführt hat. Viele der Räume sind noch original von den letzten Bewohnern erhalten, nachdem es schon 1896 zum Museum wurde und heute der Stadt Ipswich gehört.

Christchurch Mansion Christchurch Mansion III

Nächstes Highlight war ein Ausflug nach Cambridge, und zwar in die berühmte Universitätsstadt. Cambridge gibt es nämlich noch ein zweites Mal im Westen Englands, welches aber, wie ich lernen musste, anders ausgesprochen wird (”kæmbrɪdʒ” anstatt “keɪmbrɪdʒ”). Hingekommen sind wir in ca. einer Stunde mit dem Zug. Dort haben wir dann zunächst die Colleges der University of Cambridge (naja, einige jedenfalls) angeguckt. Sieht alles sehr teuer und elität aus. Dass dem auch wirklich so ist, konnte mir später eine Studentin des “Jesus College” bestätigen — um dort studieren zu können, muss man entweder ein Genie sein oder viel Geld haben. Erstere Gruppe hat dann allerdings auch eine erkleckliche Anzahl an Nobelpreisträgern hervorgebracht.

Anschließend ging’s zum “Punten” auf den Fluss. Da habe ich dann mein Bestes gegeben, um irgendwie zwischen den tausend Booten hindurchzumanövrieren. War auf jeden Fall sehr lustig und man konnte sich die Colleges mal von der anderen Seite – von hinten – sich angucken.

King's College II Trinity College Punting II Die Cam II

Einen Tag haben wir auch an der englischen Küste in Felixstowe verbracht. Zum Glück hat das Wetter mitgespielt, sodass wir einen schönen Strandspaziergang machen konnten. Es war zwar noch nicht so warm und es hat ein kühler Wind geweht, aber die Sonne hatte den ganzen Tag geschienen. Diese Kombination war allerdings auch sehr trügerisch, sodass sich mein Nacken ‘nen schönen Sonnenbrand eingefangen hatte — der sich mittlerweile aber wieder gelegt hat.

Küste nördlich des Piers River Deben und Bawdsey Etwas Sandstrand

Den letzten Tag haben wir in London verbracht, da es der einzige Tag war, an dem die Bahnstrecke mal nicht gesperrt war. An den meisten Wochenenden wird die Strecke für Gleisarbeiten gesperrt, damit die Pendler dann in der Woche nach London kommen. Auf dem Bahnhof stand dann sogar schon Werbung, dass sie stolz sind verkünden zu können, dass die Strecke am letzten Samstag dieses Monats mal nicht gesperrt wird…

In London haben wir uns Westminster Abbey angeguckt (wo wahnsinnig viele Berühmtheiten begraben liegen) und einen Stadtrundgang gemacht über die Geschichte von London “until it got burned down” und die vielen Bauwerke von Sir Christopher Wren, die alle danach entstanden sind. Den Rest des Tages haben wir einfach genutzt um London zu genießen und sind nach Camden Town gefahren. Abends ging’s dann noch zum “London Eye” für einen tollen Blick über London, wo auch einige neue Fotos entstanden sind:

College Garden II London aus der Luft V London aus der Luft II

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